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Weddingstyle

Hochzeitsmagazin 1 \ 2015

Marie Jordan                              Am meisten freut sich Marie Jordan, wenn sie Akzente wie Bordüren oder schwarze Spitze einarbeiten kann, um so wunderbare Kontraste zu schaffen. Gerne darf es bei ihren Kreationen auch etwas provokativ und einen Hauch rebellisch werden.Jedes Brautkleid muss jedoch in ihren Augen vorrangig zur Braut passen. So werden alle Farben und Stoffe passend zur Braut ausgesucht und verarbeitet wobei sich Marie Jordan sehr von ihrem Bauchgefühl leiten lässt.

Die Mode-Macherin

NGZ 10. Februar 2011 ' von Anneli Goebels

Die Braut, die sich was traut, denn ein Hochzeitskleid in Braun- und Champagnertönen ist eher selten. Designt und geschneidert hat es Marie Reinhold.                                           Hinter Containern in einer Seitenstraße liegt ihr Atelier. Dort wird Marie Reinhold kreativ und entwirft Kleidung nach Maß. Eine eigene Kollektion unter dem Label "Marie Jordan" wird am 26. Februar in Berlin präsentiert.       Schwarz ist ihre Farbe. "Wie die aller Designer", sagt Marie Reinhold. Denn die wollen ja ihre Mode präsentieren und selber im Hintergrund bleiben. Zurzeit jedoch überwiegt im Atelier eher die Farbe "Champagner", und das hat einen Grund: Der Frühling naht und somit boomen Hochzeiten. Weiße Kleider sind da längst out. Die Farbe "Champagner" sei nicht so hart und lasse sich auch prima mit anderen Farben kombinieren, für diejenigen, die etwas mutiger sind. Wie die Dame, deren Brautkleid gerade in der Mache ist - Champagner kombiniert mit einem satten Braunton, der an Schokoladeneis erinnert.            2005 gründete die 49-Jährige ihr Atelier, und hatte schon einige Jobs in der Modebranche hinter sich. In Tschechien geboren, schneiderte sie bereits als Siebenjährige Sachen für ihre Puppen. Aus einer Tischdecke der Oma nähte sie sich mit zwölf Jahren einen rot-weiß-karierten Hosenrock. Nachdem sie die Schule beendet hatte, machte sie eine vierjährige Ausbildung zur Schuhdesignerin. In diesem Beruf arbeitet Marie Reinhold schließlich fünf Jahre bei einem Dresdener Schuhfabrikanten, bevor sie dann zur Herrenmode wechselte und hier Herrenkollektionen entwarf.                    1990 zog sie nach Berlin, machte dort eine Ausbildung als Schnittdirectrise. Da sie zunächst keinen geeigneten Job fand, arbeitete sie als Verkäuferin in einer Boutique und stellte schnell fest: "Ich kann Menschen gut anziehen." Als Textildesignerin entwarf sie Stoffdrucke für Karstadt, Kaufhof und C&A, bevor sie Showroom-Leiterin für ein Unternehmen im Neusser Euromoda wurde.

Aber das war es noch nicht , 2005 wagte sie endlich den Schritt in die Selbständigkeit mit einem kleinen Atelier im Stürzelberger Industriegebiet. Und dort zieht sie Menschen an, vornehmlich Frauen. "Oft wissen meine Kundinnen gar nicht genau, was sie wollen, oder was ihnen steht", erzählt die Designerin, die am 26. Februar eine eigene Kollektion im Geschäft einer Freundin in Berlin vorstellen wird.

Was dort verkauft werden sollte, ist weg, und die Besitzerin kann sich sicher sein, dass sie ein Unikat hat. "Es gibt jedes Teil nur ein Mal", beteuert die Stürzelbergerin. Dass die Modelle durchaus eine Käuferin finden könnten, liegt auch daran, dass sie in den Größen 38 bis 48 produziert wurden, und nicht für "Size-Zero-Models". Marie Reinholds Traum ist es, eine eigene Kollektion auf der CPD in Düsseldorf vorzustellen. Auch die Fashion Weeks in Paris oder New York wären passable Adressen.

Zufrieden ist sie allerdings auch in Stürzelberg. "Ich habe eine Kundin, die spart, um sich jedes Jahr zwei Teile von mir leisten zu können", sagt sie nicht ohne Stolz. Und das unter dem Label "Marie Jordan", dem Mädchennamen der Desigerin.

Quelle: NGZ

Mode aus Stürzelberg

NGZ 12. Oktober 2007 ' von Simon Hopf

Kreative Mode aus Stürzelberg Dormagen

An den mobilen Kleiderständern hängen ausgefallene Einzelstücke, Maßanfertigungen für selbstbewusste Frauen: eine Tunika aus Strick mit besticktem Tüll, Trägerhosen, ein roter Dreiteiler mit Korsage.

Mode aus Stürzelberg, wo seit fast zwei Jahren Marie Reinhold unter dem Label "Marie Jordan" - ihrem Mädchennamen - ihre eigenen Kreationen in ihrem Atelier an der Sachtlebenstraße 20 in aufwendiger Handarbeit anfertigt.

Rund um die Kleiderständer herrscht Gewusel. Gerade hat die Modenschau im Schützenhaus begonnen, bei der die 45-Jährige ihre Ideen vorführt. Die Models sind Kundinnen und Bekannte, die die Bühne zum Catwalk verwandeln.

Im Minutentakt geht's vom Eingangsfoyer, das zur Garderobe umfunktioniert worden ist, hinein in den gut gefüllten Saal. "Pretty woman", schallt es aus den Boxen. Applaus, Applaus.

Zwei Tage später stehen die Ständer wieder im Atelier. Die Ruhe nach dem Sturm. Marie Reinhold nippt an ihrem Cappucino. "Mein größtes Anliegen ist es, meine Kunden typgemäß zu kleiden", sagt sie.

Sie will die jeweilige Persönlichkeit betonen und sich dabei nicht nach Trends und am Mainstream, am Massengeschmack, orientieren. Feminine und zeitlose Entwürfe für Geschäftsfrauen, "die sich trauen, auch mal etwas Extravagantes zu tragen", sagt sie.

Es ist vor allem Mode für den gehobenen Anlass, mit der sie sich durch Mundpropaganda einen Kreis von Kundinnen aufgebaut hat. Festliche Kleider und Hochzeitskleider zumal. Da darf auch ruhig mal ein kräftiger Farben- und Mustermix ins Spiel kommen.

Marie Reinhold stammt aus der Umgebung von Brünn (Tschechien). Sie absolvierte das Fachabitur im Schuhdesign und siedelte anschließend nach Deutschland über; das war 1982.

In Berlin machte sie eine Ausbildung zur Schnittdirectrice, bildete sich im Aufbaustudium zur Grafik-Designerin weiter, erwarb die Zusatzqualifikation im Multimedia-Design und arbeitete als Stoffdesignerin. Die Leidenschaft für Textilien entwickelte sich bei ihr schon als Teenager: "Mit zwölf Jahren habe ich angefangen zu nähen."

In Stürzelberg wohnt sie seit zwei Jahren. Hier hat sie sich einen Traum erfüllt: "Mein erstes eigenes Atelier."

Für Marie Reinhold, die nach ihrem Wechsel von Berlin an den Rhein zunächst bei Euromoda als Showroomleiterin für Firma InSein gearbeitet hatte, eröffnete sich dadurch eine neue Perspektive. Ihr Metier ist die Maßanfertigung.

Das Atelier im Obergeschoss ist hell; breite Fensterfronten sorgen für Licht. In einer Reihe hintereinander stehen Nähmaschinen und die Overlock-Maschine, die schneidet und versäubert. Zwei große Tische dominieren den Raum. Maßbänder sind überall griffbereit, ebenso Scheren und Garnspulen.

In unzähligen Plastikkisten sind notwendige Accessoires verstaut. Stoffe in allen denkbaren Mustern und Farben lagern in Ballen im Regal. "Die besten Stoffe kommen aus Italien", sagt Marie Reinhold ohne zu zögern. Sie selbst bezieht ihre Stoffe von einem Händler, der auch große Häuser beliefert.

Auf Maßarbeit allein will sie sich aber nicht beschränken. Die 45-Jährige verfolgt ein weiteres Ziel: "Ich möchte eine eigene Kollektion auf den Markt bringen." Mode aus Stürzelberg von "Marie Jordan".

Quelle: NGZ